Hızırşah
Founding figure of the Menteşe era, the village's namesake · ?–1450
Das Dorf Hızırşah im Inneren der Halbinsel Datça und seine Moschee tragen den Namen dieser Persönlichkeit des 15. Jahrhunderts. Er starb im Jahr 853 der Hidschra — 1449/50 n. Chr. — und sein Grab wurde in die Anlage im Dorf hineingebaut. Diese Anlage aus Armenküche, Bad, Gästehaus und Tierunterstand spiegelt die Derwisch-Zawiya wider, wie sie zur Zeit des Beyliks Menteşe auf die Halbinsel kam. Zwei Überlieferungen zu seiner Person bestehen nebeneinander: Die lokale Geschichtserzählung kennt ihn als Religionsgelehrten, der jahrelang in Ägypten studierte; der Kunsthistoriker Prof. Dr. Remzi Duran hingegen schreibt, er sei ein Bey der Menteşeoğulları gewesen, Sohn Orhan Beys und Enkel Menteşe Beys. Beide Fassungen weisen ihm dieselbe Rolle zu: ein Mann, der sich für diese Halbinsel entschied und eine Siedlung hinterließ.
Vermächtnis
Es ist der einzige Fall auf der Halbinsel, in dem der Name eines Menschen sechs Jahrhunderte im Alltagssprachgebrauch überdauert hat: Straßenschild, Dorf, Moschee und Kulturhaus tragen ihn alle. Mit quadratischem Grundriss und einer einzigen Kuppel auf achteckigem Tambour zählt die Moschee zu den seltenen erhaltenen Beispielen der Beylik-Architektur auf der Halbinsel; 2013 wurde sie von der Stiftungsverwaltung restauriert und wieder in Gebrauch genommen. Dass seine Identität bis heute umstritten ist — Bey oder Gelehrter —, zeigt, wie dünn die schriftliche Überlieferung der Halbinsel ist und wie das Dorfgedächtnis diese Lücke gefüllt hat.
Quellen
Erinnerungen
Erinnerungen der Gemeinschaft zu dieser Person erscheinen hier.
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